april, 2021

23apr17:00Generationsübergreifende Lesung mit Anke BärOnline-Veranstaltung zum Welttag des Buches17:00 Kategorie:Literatur / Wort

Event Details

Zum Welttag des Buches am 23. April stellt die Bremer Autorin und Illustratorin Anke Bär, gebürtig in Erlangen, ihr Buch „Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war“ vor. Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren, Kinder der Nachkriegszeit und alle anderen, die einmal Kinder waren. In besonderer Weise willkommen sind Enkel mit ihren Großeltern.

Lotte wohnt in einem Forsthaus, obwohl ihr Papa gar kein Förster ist. Grund dafür ist der Krieg, der ihrem Cousin Knut den Vater genommen hat und Lehrer Fettig ein Auge. Seit die grässliche Frau Greßmann im Forsthaus das Sagen hat, ist vieles verboten – Kirschenpflücken zum Beispiel. Doch Lotte lässt sich nicht unterkriegen. Wer Kirschen haben will, muss sie eben klauen. Und dass nur Jungs Lederhosen tragen dürfen, sieht sie schon gar nicht ein!
Ein Buch, das von einer Kindheit in der Nachkriegszeit erzählt und zu vielen Gesprächen zwischen den Generationen Anlass gibt.

Anke Bär untermalt die Lesung aus dem Buch mit Projektionen, gibt Einblicke in die Entstehung des Textes und der Illustrationen und lädt ein zum Dialog über die Nachkriegszeit.

Als besonderer Gast nimmt Birte Bär-Buchholz, die Mutter der Autorin, an der Veranstaltung teil. Sie war im Kern Vorbild für Lotte in der Kirschendiebe-Geschichte, auch wenn es sich letztlich nicht um eine biographische Geschichte handelt.

Anke Bär: „Lottes Geschichte ist ein Dreiklang aus Gehörtem, selbst Erfahrenem und Erfundenem. Die Kindheit meiner eigenen Mutter bildet den Kern der Geschichte. Etliche Zeitzeugen haben in Interviews Anekdoten beigesteuert.
Ich habe eine große Hochachtung vor dem, was meine Mutter und all ihre Zeitgenossen bewältigt haben. Vieles war schwierig damals. Der allgegenwärtige Mangel hat die Menschen erfinderisch gemacht. Sie wussten sich selbst zu helfen und haben sich gegenseitig geholfen. Von diesem Erfindungsreichtum und der Wertschätzung der Dinge können wir uns in unserer heutigen Konsumgesellschaft eine Scheibe abschneiden.
Wir vergessen, dass es überhaupt nicht selbstverständlich ist, dass wir in Frieden leben, gesund sind oder medizinisch gut betreut werden, dass wir genug zu essen haben und ein Dach über dem Kopf. Dabei müssen wir nur rund 70 Jahre in der Geschichte zurückreisen, um zu erfahren, dass damals alles anders war.“

Anke Bär studierte in Hildesheim Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis. Heute lebt sie als freischaffende Autorin und Illustratorin in Bremen. „Wilhelms Reise“, ihr Debüt auf dem Buchmarkt, und „Endres, der Kaufmannssohn“ waren für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

ANMELDUNG für die kostenlose Teilnahme unter stadtbibliothek@stadt.erlangen.de. Die Zugangsdaten zur Zoom-Veranstaltung erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail.

more

Time

(Friday) 17:00

Location

Stadtbibliothek Erlangen

Marktplatz 1, 91054 Erlangen

X