Auskommen mit dem Einkommen?

Nov 18, 2020 | Bildung & Erziehung

Text: Doris Reinecke (Bündnis für Familie)

Nicht so einfach, mit dem Geld auszukommen, das einem zur Verfügung steht – für die Kleinen wie die Großen! Und doch ist uns wichtig, zu betonen: Kinder brauchen Taschengeld! Es gibt keinen Rechtsanspruch darauf und es ist in den Familien oft ein heikles und heiß diskutiertes Thema. Aber wer lernen soll, mit Geld umzugehen, der muss auch, altersgemäß, die Gelegenheit dazu haben, es einzuüben. Das Jugendamt gibt deshalb Familien einige Anregungen für das Taschengeld von Kindern und Jugendlichen, die hilfreich sein können – allerdings unter Beachtung der wirtschaftlichen Situation der einzelnen Familie!

 

Kinder und Jugendliche brauchen Taschengeld,

  • weil sie dann lernen, ihr Geld einzuteilen und damit auszukommen; 
  • weil damit eigene Vorlieben und besondere Wünsche – ohne ständiges Nachfragen – verwirklicht und nützliche Erfahrungen gesammelt werden können; 
  • weil sie Freude an der beginnenden Selbständigkeit und Verantwortung entwickeln und auch erfahren, dass Wünsche nicht unbegrenzt finanzierbar sind; 
  • weil sie dadurch im Vergleich zu Gleichaltrigen nicht ausgegrenzt werden; sie „gehören dazu“;
  • weil sie auch materiell an gesellschaftlichen Angeboten und Aktivitäten teilnehmen können; 
  • weil sie dadurch unabhängiger vom Geldbeutel der Eltern werden, selbst Entscheidungen herbeiführen und Verantwortung tragen müssen; 
  • weil es dann möglich ist, auch anderen eine Freude bereiten zu können; 
  • weil das Thema Taschengeld Eltern und Kindern die Chance gibt, über Wirtschaften, Haushalten und Planen zu sprechen; 
  • weil durch frühzeitigen und bewussten Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Taschengeld die Grundlagen für sinnvolles Haushalten im Erwachsenenalter erlernt    werden können.

Mehr dazu gibt es hier im Internet: nuernberg.de/internet/jugendamt/kinder_jugendschutz.html#38

 

Als Bündnis für Familie geben wir gern auch Infos rund um den Umgang mit Geld weiter, die für andere Generationen interessant sein können – zum Beispiel auf der Internetseite des Kreisjugendringes:

jugendinformation-nuernberg.de/schulden-und-konsum.html

Gerichtsvollzieher, Pfändung, gelber Brief, Inkasso, Mahnung, Ratenzahlung, Handyvertrag, Konto gesperrt, Rückforderung Jobcenter … my.cash, die Schuldnerberatung für junge Menschen, hilft zum Beispiel durch den Finanzdschungel.

 

Für Erwachsene weist das Sozialamt auf die Schuldnerberatung der ISKA hin:

nuernberg.de/internet/sozialamt/beratung_schuldenpraevention.html

 

Doch so weit muss es ja gar nicht erst kommen! Vielen Familien ist zum Beispiel schon damit geholfen, zu erfahren, wie sie gut und günstig Kulturangebote in unserer Stadt wahrnehmen können, und was es mit den „Gutscheinen für Bildung und Teilhabe“ (vgl. ELMA 5/20) in Nürnberg auf sich hat:

nuernberg.de/internet/sozialamt/hilfe_kultur_kostenlos.html

nuernberg.de/internet/sozialamt/bildung_und_teilhabe.html

Wusstest du, dass es in Nürnberg auch ein „Energiesparprojekt“ gibt, das Haushalte mit geringem Einkommen berät, ihre Kosten für Strom-, Gas- und Wasserverbrauch zu senken?

nuernberg.de/internet/esp/

 

Der Dschungel an Leistungen, die Familien zustehen, ist sehr groß, da kann man schon mal den Überblick verlieren!

Seit Juli gibt es für das bessere Zurechtfinden ein Infotool des Bundesfamilienministeriums:

bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/-infotool-familie–geht-an-den-start/117850

Wir hoffen, es ist etwas dabei bei unseren Tipps, die Ihr auch alle auf unserer Homepage aufgelistet findet, je nach Lebenslage: nuernberg.de/internet/buendnis_fuer_familie/familienleben.html


Einen goldenen Herbst wünscht euch euer Team 

vom Bündnis für Familie

Hans-Sachs-Platz 2

90403 Nürnberg

bff@stadt.nuernberg.de

bff-nbg.de

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