TEIL 5: DOs AND DON’Ts

Okt 18, 2020 | TITELTHEMA

Dos and Don’ts – woher die Knete kommen kann

Taschengeld

Sollten Kinder Taschengeld bekommen? Experten sind sich einig: Ja, denn so lernen sie frühzeitig den Umgang mit Geld und dessen Wert kennen. Wer sich entscheiden muss, ob er seine Euros auf einmal für Süßigkeiten oder Spielzeug auf den Kopf haut oder doch lieber anspart für das teure Computergame, der wird sich seine Kohle später im besten Fall auch gut einteilen können. Eine rechtliche Grundlage über die Höhe des Taschengeldes gibt es nicht, doch Jugendämter oder das Deutsche Jugendinstitut (DJI) geben regelmäßig Tabellen als Richtschnur heraus. Sie empfehlen, das Taschengeld bis zu einem Alter von neun Jahren wöchentlich zu geben. Ab zehn Jahren kann man den Kindern das Geld monatlich zur Verfügung stellen, weil sie dann längere Zeiträume überblicken und einteilen können.

Unter 6 Jahre: 0,50 bis 1 €/Woche 6 Jahre: 1 bis 1,50 €/Woche 7 Jahre: 1,50 bis 2 €/Woche 8 Jahre: 2 bis 2,50 €/Woche 9 Jahre: 2,50 bis 3 €/Woche

10 Jahre: 15,50 bis 18 €/Monat 11 Jahre: 18 bis 20,50 €/Monat 12 Jahre: 20,50 bis 23 €/Monat 13 Jahre: 23 bis 25,50 €/Monat 14 Jahre: 25,50 bis 30,50 €/Monat 15 Jahre: 30,50 bis 38 €/Monat 16 Jahre: 38 bis 45,50 €/Monat 17 Jahre: 45,50 bis 61 €/Monat ab 18 Jahre: 61 bis 76 €/Monat

Quelle: dji.de/themen/jugend/taschengeld.html

Auch wenn es Eltern manchmal schwerfällt: Über das Taschengeld sollte der Nachwuchs frei verfügen und alleine entscheiden dürfen, was er sich dafür kauft, ob es nun Gummibärchen sind oder Glitzerstifte. Für die Anschaffung von Kleidung, Handy, Schulsachen etc. kann man mit Jugendlichen zusätzlich ein Budgetgeld vereinbaren, das entweder die Eltern verwalten oder auf das die Kids über ein eigenes Girokonto zugreifen können. Das DJI empfiehlt etwa für Kleidung und Schuhe zwischen 30 und 50 Euro monatlich. Die Höhe von Taschen- und Budgetgeld richtet sich natürlich nach den persönlichen Verhältnissen von Familien. Ist die finanzielle Situation angespannt, sollte man offen mit seinen Sprösslingen darüber sprechen. Damit vermeidet man Frust und Vorwürfe à la „Aber die andern bekommen viel mehr!“. Auf der anderen Seite tun reichere Eltern ihren Kindern keinen Gefallen, wenn sie ständig Geld nachschießen, sobald Ebbe in der Taschengeldkasse ist.

 

Nebenjob

Durch nichts lernt man den Wert des Geldes besser kennen, als wenn man es selbst verdient hat. Ab 13 Jahren dürfen Kinder erste Jobs annehmen, wie Zeitungen austragen, beim Nachbarn das Unkraut jäten, Nachhilfe geben oder Haustiere betreuen. Allerdings nur maximal zwei Stunden am Tag, nicht vor der Schule und nach 18 Uhr. Für Jugendliche zwischen 15 bis 17 Jahre, die noch der Schulpflicht unterliegen, gelten die gleichen Regeln, allerdings dürfen sie zusätzlich vier Wochen in den Ferien arbeiten. Jugendliche, die nicht mehr zur Schule gehen, dürfen nur zwischen sechs und 20 Uhr beschäftigt werden. Ausnahme: Wer bereits 16 ist, darf in der Gastronomie bis 22 Uhr jobben. Für alle Minderjährigen wichtig: Die Eltern müssen dem Nebenjob zustimmen. Was erlaubt ist und was nicht, ist durch das Jugendarbeitsschutzgesetz festgeschrieben.

Text: Manuela Prill

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