1. Mai: Tag der Arbeit

Mai 3, 2020 | Wissen

1886 hielt der Herausgeber der Arbeiter-Zeitung, August Spies, am 1. Mai bei einer Arbeiterversammlung auf dem Haymarket in Chicago eine flammende Rede und rief zum Streik auf. In den folgenden Tagen eskalierte die Auseinandersetzung mit der Polizei und ca. 30 Menschen kamen ums Leben, 200 Arbeiter wurden verletzt. Drei Jahre später wurde auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen der 1. Mai deshalb als weltweiter „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen.

Wofür lohnt sich heute zu kämpfen? Für deine Eltern vielleicht für weniger Lebensarbeitszeit, weniger Wochen- oder Tagesarbeitszeit? Alles prima, denn am Ende bleibt dann Zeit für die Familie oder um zu überlegen, was man mit der vielen Zeit anfängt. Für eines lohnt sich immer zu kämpfen, auch als Kind: Für ein selbstbestimmtes, glückliches Leben. Leichter gesagt, als umgesetzt. Man setzt in der Regel ja nichts so leicht um, nicht mal sich selbst! Ob am Küchentisch oder auf der Fernsehcouch: Eigentlich sitzen immer alle an der gleichen Stelle. Vielleicht sollte man sich einfach mal umsetzen, um einen neuen Blickwinkel auf die Dinge zu haben. Setze dich heute also auf einen anderen Platz und setze dich durch! Weil heute der Mai anfängt, solltest Du dabei auf etwas setzen, was mit Mai anfängt: Mainungsfreiheit! (Die Schreibweise wird sich allerdings nicht durchsetzen.)

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